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Warum wir kein e.V. sind!
Eingetragener Verein (e.V.) ja oder nein? - von Bruder Thomas Gebhardt

Liebe Geschwister und Freunde, wenn man so die Bibel studiert, ernstlich studiert, fallen einen so allerhand Dinge auf. Manches ist in den Gemeinden des Herrn ganz selbstverständlich geworden, was wir nicht in der Bibel finden. Einiges steht sogar im Gegensatz zu dem Willen Gottes. Es ist wunderbar wenn es Jesus gelingt uns immer auf dem richtigen Weg zu halten. Diese Predigt sollte deshalb nicht als Kritik, sondern als Hilfe verstanden werden! Mir ist bewusst das ich mit dieser Predigt wieder ein "heißes Eisen" anfasse, aber alle aufrichtigen Kinder Gottes werden es verstehen.

Ich bin niemand der Euch versucht nach dem was Eure Ohren hören wollen zu reden. Gott hat mich in seinen Dienst gerufen und IHM möchte ich dienen und gefallen! So wird jeder der geistlich ist, gerade in dieser Zeit erkennen, dass der Herr Jesus zu uns reden möchte und wir Botschafter an Christi statt sein sollen. Wir alle, wir alle die wir zum Leib Christi gehören wollen sind von dieser Frage "e.V." ja oder nein betroffen. Wir müssen erkennen das durch falsches Handeln und Denken der ganze Leib leidet. Die Bibel sagt: Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle anderen Glieder mit; oder wenn ein Glied verherrlicht wird, so freuen sich alle Glieder mit. (1.Korinther 12:26). Unser Herr Jesus möge Dir helfen seinen Willen zu verstehen.

Als ich noch Ältester einer Gemeindeorganisation in Deutschland und Vorstandsmitglied des e.V.'s dieser Gemeinde war, musste ich mich als ordinierter Pastor einige male damit beschäftigen über Menschen zu befinden ob sie aus der Gemeinde getan werden sollten, oder ob sie als Älteste eingesetzt werden sollten, oder ob ihnen eine Lizenz als Pastor gegeben werden sollte oder ob sie ordiniert werden sollten. Ich machte mir diese Aufgaben nie einfach, sondern ich wollte nach Gottes Willen handeln. Was aber ausgehandelt wurde war in den meisten Fällen ein Kompromiss.

Geschwister Kompromisse machen mich krank! Gott kennt keine Kompromisse! Der Diakon in dessen Gemeinde ich mich bekehrte lehrte uns eines ganz eindringlich: "Sei ganz SEIN, oder lass es ganz sein!" Dieser Satz prägt bis heute mein Leben! Deshalb stellte ich mir auch nach solchen Ältestentreffen immer die Frage: sind Kompromisse vom Wort Gottes her zu vertreten? Wenn ich dann in Gottes Wort forschte führte das dazu, dass ich Dinge, die uns in Bezug auf Gemeinde und deren Führung gelehrt worden nicht in Gottes Wort fand. Nach etlichen Briefen an die Missionare wurde mir zu verstehen gegeben das die Satzungen der Gemeinde dies und jenes sagen und ich deshalb bitte ruhig zu sein hätte. Die Missionare der Hauptgemeinde teilte mir mit, dass sie meine Reaktion nicht verstehen und akzeptieren könnten. Daraufhin legte ich alle meine Ämter in der Gemeinde nieder. Dies brachte mich dazu noch intensiver den Herrn zu suchen und die Frage zu stellen, was ist Gottes Wille im Bezug auf die Gemeinde und die Gemeindeleitung.

Ob Du es wahr haben willst oder nicht, wenn Du einem e.V. oder einer KdöR angehörst, wie übrigens die meisten Kirchen und Gemeinden in Deutschland, gilt für Deine Gemeinde das Bürgerliche Gesetzbuch! Hier stellt sich schon die Frage, kann für eine Gemeinde des lebendigen Gottes die Grundlage das Bürgerliche Gesetzbuch sein? Ich sage ganz klar, NEIN!

Die Grundlage meines Lebens in der Gemeinde ist das göttliche Gesetzbuch, die Bibel! In wichtigen Punkten gehen das Bürgerliche Gesetzbuch und das Göttliche Gesetzbuch weit auseinander. Lasst uns hierzu im folgenden anhand des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB Paragraph 21 bis 79) einige Punkte, die jeden eingetragenen Verein betreffen, im Lichte des Wortes Gottes betrachten.

Der e. V. ist eine fiktive, durch das Bürgerliche Gesetzbuch (weltliches Recht) juristische Person (künstlich geschaffene Person), die rechtlich nicht mit den Vereinsmitgliedern identisch ist, sondern selbständig, d. h. mit eigenen Rechten und Pflichten, existiert. Der e.V. wird vom Finanzamt gefördert (z. B. Steuervorteile), wenn er anerkannt staatliche Interessen verfolgt.

Der e.V. ist somit eine Art Körperschaft des bürgerlichen Rechts und hat entsprechend der Gesetzgebung auch Vereinsorgane (Paragraph 32), wie den 'Vorstand' und die 'Mitgliederversammlung'. Diese 'Organe' sind vorgeschrieben. Der Vorstand ist der 'gesetzliche Vertreter' des Vereins (das bedeutet, daß dieser die Rechte und Pflichten des Vereins, festlegt und wahrnimmt. Das bedeutet die Gesetzlichen Vertreter üben immer eine Vormundschaft über andere aus. Die Mitglieder des e.V. werden nach Gesetz vom Vorstand des e.V. also bevormundet. Der Vorstand wird wiederum durch die Mitglieder ein- bzw. abgesetzt. Sobald eine Gemeinde, rechtlich als e.V. anerkannt werden will, muß eine demokratische Weltanschauung in dieser Gemeinde herrschen, andernfalls ihr die rechtliche Anerkennung als e. V. nicht möglich. Darüber hinaus werden nur solche Vereine als gemeinnützig anerkannt, mit deren Zielen sich die Welt identifizieren kann. Der Vereinszweck einer christlichen Gemeinde muss, laut Gesetz, immer so sein, das sie den Willen und die Interessen des Staates entgegenkommt und diese vertritt.

Liebe Geschwister, in der Gemeinde des lebendigen Gottes muss es immer um den Willen des HERRN JESUS CHRISTUS gehen (Matthäus 28:20). JESUS und die Welt haben nichts gemeinsam! Die Gemeinde kann und darf ihre Interessen nicht den vom Staat vorgegebenen Interessen anpassen, auch wenn es vielleicht heute in einigen Punkten Übereinstimmungen zwischen dem was Gott will und dem was der Staat will gibt, ist es unnütz und töricht durch ein Gesetz sich an den Staat zu binden. Der Staat als weltliche Einrichtung hat grundsätzlich andere Ziele wie die Gemeinde. Deshalb ist es unehrlich als Gemeinde so zu tun als ob wir die Ziele des Staates verfolgen und gutheißen würden. Ganz das Gegenteil ist der Fall! Viele Dinge des Staates sind von der Gemeinde des Herrn JESUS eindeutig abzulehen! Können wir wirklich als Gemeinde Homosexualität, Abtreibung, Ehe auf Zeit, einen vollkommen gegen die Bibel gerichteten Schulunterricht unserer Kinder gutheißen und fördern? Nein niemals! Im Gegenteil wir müssen alles tun damit sich diese Grausamen Zustände ändern.

Liebe Geschwister, unser HERR JESUS will nicht, dass ein Bruder über andere Geschwister herrscht. Der Herr JESUS hat seinen Jüngern eindeutig gesagt: Er aber sprach zu ihnen: Die Könige der Nationen herrschen über dieselben, und die Gewalt über sie üben werden Wohltäter genannt: Ihr aber nicht also; sondern der Größte unter euch sei wie der Jüngste, und der Leiter wie der Dienende. (Lukas 22:25-26). Wie wir gesehen haben ist in einem e.V. der Vereinsvorstand immer der 'gesetzlicher Vertreter' der Mitglieder und übt, gemäß dem Gesetz, weltliche Macht aus und herrscht über die Vereinsmitglieder. Der Vorstand wurde ja gerade deshalb von den Mitgliedern gewählt! Meine Frage ist, darf ein Vorstand, gemäß der Bibel, überhaupt von den Mitgliedern gewählt werden?

Wieder muss ich sagen eindeutig NEIN! Wir müssen uns ehe wir noch auf etliche andere Punkte zu sprechen kommen darüber auch im klaren sein, das es ausgeschlossen ist, eine weltliche Herrschaftsstruktur in der Gemeinde einzuführen, ohne dass dadurch die Welt, mit ihren ganzen abscheulichen Dingen, in die Gemeinde gebracht wird und dann auch in der Gemeinde die Herrschaft übernimmt.

Es ist nichts neues, dass gerade die Ungeistlichsten im Volk Gottes stets nach einer gewissen Macht trachten. Wenn der Herr die Menschen prüfte und das Volk Gottes vollkommen ohne Vertrauen Gott gegenüber war, dann wollten sie wenigstens weltliche Macht und Einfluss! Das ist eine alte Geschichte. Durch die Jahrtausende können wir das im Volk Gottes beobachten. Schon nach dem Auszug Israels aus Ägypten heißt es: Und alle Kinder Israels murrten wider Mose und wider Aaron, und die ganze Gemeinde sprach zu ihnen: O wären wir doch im Lande Ägypten gestorben, oder wären wir doch in dieser Wüste gestorben! Und warum bringt uns JAHWE in dieses Land, daß wir durchs Schwert fallen und unsere Weiber und unsere Kindlein zur Beute werden? Wäre es nicht besser für uns, nach Ägypten zurückzukehren? Und sie Sprachen einer zum anderen: Laßt uns ein Haupt über uns setzen und nach Ägypten zurückkehren. (4.Mose 14:2-4).

Das Haupt, den Führer, den Gott dem Volk gegeben hatte, wollten sie nicht mehr haben; denn er führte sie so, wie Gott es wollte und nicht wie die weltliche Mächte es für richtig hielten. Dieser Weg aber gefiehl dem Volk Gottes so gar nicht! Es ist wie heute! Da werden Neulinge in den Dienst eingesetzt und alte erfahrene Prediger und Pastoren nur weil sie Gottes Weg kompromisslos verkündigen zur Seite gesetzt. Da werden unerfahrene zu Ältesten ernannt ohne den Herrn überhaupt gefragt zu haben. Meine lieben treuen Geschwister, die Ihr den Herrn von ganzem Herzen liebt und vertraut: JESUS CHRISTUS ist der von GOTT gegebene Führer, der mit SEINEN Geboten, von menschlicher Seite betrachtet, fast Menschenunmögliches verlangt, indem er von SEINEN Nachfolgern fordert, dass sie den Willen des VATERS tun sollen.

Die bösen, weil ungläubigen, Kundschafter, leider heute wie damals in der Überzahl, (die Leiter der einzelnen Gemeinden) behaupten, das von Gott verheißene Land einzunehmen (für unsere heutige Zeit: den Willen unseres himmlischen VATERS wirklich zu praktizieren) sei unmachbar. Sie haben menschlich gesehen recht. Auch die bösen und ungläubigen Kundschafter damals hatten recht; ohne die völlige und bedingungslose Nachfolge geht es nicht (4.Mose 32:11-12; 1.Johannes 2:29;1.Johannes 3:7). Aber anstatt Buße zu tun und den HERRN JESUS zu fragen was zu tun ist, wird sich das Volk Gottes auch heute sehr schnell einig einen Führer zu wählen, sich selbst ein Haupt zu wählen, das ihnen das Weiterleben in Ägypten, wie vor dem Auszug, ermöglicht.

Liebe Geschwister ob wir das gerne hören oder nicht, alle werden sie in der Wüste umkommen! Nicht nur die Führer sondern, wie schrecklich, auch das Volk! Nur zwei wurden von vielen tausenden gerettet. Josua und Kaleb durften das verheißene Land betreten und einnehmen. Sie waren die einzigen die Gott vertrauten. Die Bibel verspricht uns für die Zeit des Endes nicht eine bessere sondern eine schlechtere Zeit. Deshalb müssen wir aufpassen was wir machen, welchen Weg wir gehen!

Liebe Geschwister, im e.V. bin ich gezwungen, vom Staat gezwungen, mir selbst ein Haupt zu wählen. Ich bin gezwungen eine Leitung zu wählen die sich nicht mehr leiten lässt durch den heiligen Geist sondern durch das Bürgerliche Gesetzbuch. Das bringt aber die Gemeinde durch das Praktizieren heidnischer weltlicher Herrschaftsprinzipien unter die Herrschaft des Fürsten dieser Welt. Immer wenn wir uns selber ein Haupt wählen was dem Gesetzen dieser Welt verpflichtet ist, bekunden wir damit dass wir zurück nach "Ägypten" wollen.

Einer der Hauptgründe warum Gemeinden unbedingt als "gemeinnützig anerkannten Vereine" eingetragen werden wollen ist, dass sie dem Spender eine Quittung über den gespendeten Betrag ausstellen kann, damit dieser die Spende bei der Einkommenssteuererklärung geltend machen kann und so der Spender weniger Steuer zu bezahlen hat. Doch was sagt JESUS dazu? Wir lesen in Matthäus 6:1-4: Habet acht, daß ihr euer Almosen (eure Spenden) nicht gebet vor den Menschen, um von ihnen gesehen zu werden; wenn aber nicht , so habt ihr keinen Lohn bei eurem Vater, der in den Himmeln ist......Du aber, wenn du Almosen (Spenden) gibst, so laß deine Linke nicht wissen, was deine Rechte tut; damit dein Almosen (deine Spenden) im Verborgenen sei, und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten.

Es tut mir leid meine lieben Geschwister, wer Spendenquittungen sammelt, um sie dann dem Finanzamt vorzulegen, der handelt klar gegen das zitierte Gebot des HERRN JESUS und erhält demzufolge den Lohn für seine Spende von den Menschen. Er wird geehrt vom Verein, bekommt sogar Geld vom Finanzamt, aber bei Gott wird seiner Spende nicht gedacht (Matthäus 6:2).

Liebe Geschwister, zum Schluß kommend ist das Problem e.V. von der Bibel her betrachtet eine sehr einfache Sache. Die Bibel kennt nur eine einzige Körperschaft, nämlich den Leib CHRISTI, dessen Haupt JESUS selber ist. Somit ist jede andere Körperschaft eine weltliche Nachahmung des Leibes CHRISTI. Eine Organisation, wie auch immer geartet und verwaltet, kann nie einen Organismus und der Leib CHRISTI ist ein Organismus, ersetzen.

Eine Organisation die unter Staatlichen Auflagen, Zwängen und Kontrollen steht kann biblisch nur als die großen Hure und ihre Töchter betrachtet werden. Es ist deshalb auch ganz selbstverständlich und folgerichtig, dass sich die Gründung eines e.V. fast immer als der Einstieg in eine größere Religionshierarchie erweist die dann beim genauen hinsehen in der Ökumene gipfelt. Eindeutig ist aber die Ökumene Teil der großen Hure. GOTT Wort spricht jedoch: Gehet aus ihr hinaus, MEIN Volk, auf daß ihr nicht ihrer Sünden mitteilhaftig werdet, und auf daß ihr nicht empfanget von ihren Plagen. (Offenbarung 18:4).

Im Alten Testament warnt uns Jesaja: Wehe den widerspenstigen Kindern, spricht der HERR, welche Pläne ausführen, aber nicht von MIR aus, und Bündnisse schließen, aber nicht nach meinem Geiste, um Sünde auf Sünde zu häufen; die hingehen, um nach Ägypten hinabzuziehen. - aber meinen Mund haben sie nicht befragt - um sich zu flüchten unter den Schutz des Pharao und Zuflucht zu suchen unter dem Schatten Ägyptens! Und der Schutz des Pharao wird euch zur Schmach werden, und die Zuflucht unter dem Schatten Ägyptens zur Schande.... Denn umsonst und vergebens wird Ägypten helfen. Darum nenne ich dieses: Großtuer, die still sitzen. Geh nun hin, schreibe es vor ihnen auf eine Tafel und zeichne es in ein Buch ein; und es bleibe für die zukünftige Zeit, auf immer bis in Ewigkeit. Denn es ist ein widerspenstiges Volk, betrügerische Kinder, Kinder, die das Gesetz des HERRN nicht hören wollen (Jesaja 30:1-3; Jesaja 30:7-9).

Meine allerliebsten Geschwister, wir wollen und dürfen uns nicht mit der Welt verbinden. Wir müssen in allen Dingen auf den HERRN JESUS vertrauen. Wir brauchen Gemeinden in Deutschland, denn die Ernte ist reif und muss eingebracht werden! Wir haben es mit mehreren Problemen zu tun. Zum einen ist da die Ernte, die reif ist! Dann sind die Arbeiter die fehlen. Und dann gibt es Arbeiter die die Fülle der Ernte erkannt haben, aber sich nur damit beschäftigen ihren Scheuen abzureisen um größere, schönere, attraktivere zu bauen. Sich viele Gedanken machen und sich schließlich verbinden auf irgendeine Weise mit der Welt. Die Folge ist, die Welt wird in ihre Gemeinden hineinkommen und irgendwann werden diese Arbeiter umkommen und mit ihnen die ganze Ernte!

Und dann gibt es noch einige und ich sage mit Absicht wenige Arbeiter die sammeln die Ernte so ein wie der Herr es will! Ihre Gemeinden vermischen sich nicht mit dem Staat sie wählen keine Pastoren und Älteste und sie nehmen auch niemanden in ihre Gemeinde auf, sondern der Herr setzt in die Gemeinde Älteste, Pastoren, Evangelisten, Lehrer usw. und der Herr tut hinzu welche gerettet werden sollen! Eine Gemeinde die nicht von Menschen sondern vom Herrn geleitet und gebaut wird! AMEN, das ist der Wille Gottes! Solch eine Gemeinde wird sich nicht der Welt anpassen sondern voller Freude der Apostel Lehre folgen und solch eine Gemeinde wird, weil sie auf den Herrn vertrauen das verheißene Land erreichen. Ihre Kraft kann klein sein aber der Herr wird für sie streiten!

Bruder Schwester unser Heiland JESUS CHRISTUS hat Dich in so eine Gemeinde gerufen! Mach Dich auf verlass die große Hure und ihre Töchter und lass Dich einreihen von Gott in seinen Bau in seinen Leib in seine Gemeinde!

E.V. ja oder nein? Nein, weil wir nicht Sklaven der Menschen werden sollen, sondern Knechte Gottes, Kinder Gottes sein sollen. Nein, weil wir nicht abhängig sein sollen von dieser Welt sondern unser ganzes Vertrauen auf Gott setzen sollen!

Friede mit Euch
Br. Thomas Gebhardt


Liebe Geschwister im Herrn, in letzter Zeit bin ich oft gefragt wurden, ob eine Gemeinde sich unbedingt als ein eingetragener Verein (e.V.) registrieren lassen muss. Immer wieder wird diese Behauptung aufgestellt. Doch diese Behauptung ist falsch. Im Folgenden gebe ich Euch die rechtlichen Einzelheiten wieder die ich vom Gericht bekam.

Hier die rechtsverbindliche Auskunft:

Ein Verein ist:

  • ein freiwilliger Zusammenschluss mehrerer Personen

  • der auf Dauer angelegt ist

  • einen gemeinsamen Zweck verfolgt

  • nach außen durch einen Vorstand (Bevollmächtigte) vertreten wird

  • unabhängig vom Wechsel seiner Mitglieder besteht


Nicht eingetragene Vereine

  • sind Zusammenschlüsse die die genannten Punkte auch erfüllen

  • aber bewusst darauf verzichtet haben sich als Verein eintragen zu lassen.

  • Es sind nicht rechtsfähige Vereine

 
was folgende Abweichung vom e.V. zur Folge hat:

  • Wer im Namen des Vereins einen Vertrag abschließt haftet persönlich für die Erfüllung.

  • Für Verbindlichkeiten haften grundsätzlich alle Mitglieder des Vereins

  • nicht rechtsfähige Vereine können keine Grundstücke besitzen (bzw. kaufen)

  • die Gerichte lassen auch größere Schenkungen an den Verein zu, was zur Folge hat, dass dem Verein ein Gebäude geschenkt werden kann und somit Besitzer eines Gebäudes (oder Grundstücks) wird.

  • Als nichteingetragener Verein ist es nicht möglich Klage zu erheben. (Privatklage des einzelnen Mitglieds (oder eines Vorstandes) in Vereinssachen ist möglich)

Im übrigen darf auch ein nichteingetragener Verein mit Namen (z.B. "Apostolische Pfingstgemeinde") auftreten und Werbung in Schaukästen, mit Handzetteln, Plakaten usw. machen.

Bis hierhin die Auskunft des Gerichtes welches mich wegen der finanziellen Dinge an das Finanzamt verwies um dort weitere Informationen zu erhalten.
 

Auskunft des Finanzamtes:

Sowohl der eingetragene als auch der nicht eingetragene Verein können die Gemeinnützigkeit erlangen. Voraussetzung ist das der Verein gemäß seiner Satzung, als auch tatsächlich, gemeinnützige Zwecke verfolgt (z.B. Gemeindearbeit). Allerdings ist der Verein verpflichtet, alle drei Jahre die Voraussetzungen der Gemeinnützigkeit vom Finanzamt überprüfen zu lassen. (Wir machen das nicht)

Auch ein Nichteingetragener Verein hat eine ordenliche Buchführung zu erstellen. Das heißt die Einnahmen und Ausgaben sind zu dokumentieren. Dies beinhaltet auch ein eigenes Konto für den nichteingetragenen Verein. Da dies bei einen nicht eingetragenen Verein nicht so ohne weiteres möglich ist, muss das Konto auf eine natürliche Person lauten.

Es ist ratsam das (in Fall einer Gemeinde) die Ältesten (die Ältesten sind auch der Vorstand der Gemeinde) einen schriftlichen Entschluss fassen, dass das Konto des Vereins (Bank, BLZ, Kto.-Nr) von Herrn/Frau xyz geführt wird und auf dessen Namen lautet. (anders geht es gar nicht) Und das alle Ein- und Ausgänge allein für den Verein getätigt werden dürfen. Sowohl der Kontoinhaber wie die Ältesten (Als Vorstand) unterschreiben diesen Entschluss.

Der Kontobesitzer xyz unterschreibt eine Abtretungserklärung, dass die Umsätze auf dem Konto (Bank, BLZ, Kto.-Nr.) allein dem Verein zu Gute kommen und zu Lasten gehen.

Dies dient dem Finanzamt und anderen Behörden als rechtsgültige Erklärung dass die Gelder des Kontos nicht dem Beitzer des Kontos zu gute kommen sondern dem Verein in unserem Fall der Gemeinde.

Natürlich darf auch ein nichteigetragener Verein Spenden einnehmen. Ist die Gemeinnützigkeit nicht gegeben so kann der Verein eine Quittung aber keine Spendenbescheinigung ausstellen. Alle Spenden dürfen nur für Dinge die in der Satzung stehen verwendet werden. (Also sich nicht selber zu sehr begrenzen).

Macht der nichteingetragene Verein Umsätze, das bedeutet Geldbewegungen durch Handel usw. so dürfen die Umsätze aus diesen Tätigkeiten pro Jahr nicht über 17500 € liegen und der Gewinn aus diesen Tätigkeiten nicht über 3848 € liegen.

Sollten Umsätze und oder Gewinn höher liegen so muss man sich mit dem Finanzamt in Verbindung setzen und auch Steuern zahlen.

Dazu ist zu sagen, z.B. Die Teestube in unserer Gemeinde ist kein Gewerbe im Sinne des Steuerrechts, sondern eine Gemeindeveranstaltung. Bzw. eine Hilfe für auch Arme und Obdachlose demnach Satzungsgemäß und somit kein Betrieb der Umsätze im Sinne des Steuerrechts oder Gewinn im Sinne des Steuerrechts macht und machen darf. Den Erlös bzw. den Verlust aus dieser Arbeit trägt die Gemeinde.

Kurz gesagt:

Wenn eine Gemeinde (nichteigetragener Verein) Gelder ein- und ausgibt die im Sinne der Vereinsrichtlinien sind, eine ordentliche Buchführung hat und ein eigenes Konto hat und kein Gewerbe betreibt, brauchen die Unterlagen nicht einmal ans Finanzamt gegeben zu werden.

Erst wenn der nichteigetragene Verein die Gemeinnützigkeit beantragt, oder durch Gewerbliche Arbeit Umsätze über 17500 € oder Gewinne über 3848 € erzielt, muss das dem Finanzamt gemeldet werden.

Soweit die Aussagen des Registrierungsgerichts und des Finanzamtes. Ich hoffe ich konnte allen damit etwas helfen. Im übrigen gibt es bei Gericht Broschüren die auch dieses Thema beinhalten.

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