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Es ist wunderbar Geschwister im Herrn
kennen zu lernen. In unserer Freizeit in Oberbarnhards trafen wir uns
auch mit einigen Geschwistern die aus der ehemaligen UDSSR nach
Deutschland kamen. Es waren feine Geschwister, die den Herrn von
ganzem Herzen liebten und schon in Kempten sich trafen um Gott zu
dienen und Menschen für Gott zu gewinnen. Jede freie Minute bis
jeweils in den frühen Morgen saßen wir zusammen redeten
über Gottes Wort und Gottes Willen für unser Leben, beteten
und sangen zur Ehre Gottes. Während dieses Zusammenseins wurde
mir eines, während meinen Gebeten, aber ganz klar, eine Gemeinde
braucht einen Hirten. Einen Leiter, einen der die Gemeinde führt
und ihnen das Wort Gottes gibt. Dies ist die Aufgabe eines Hirten,
eines Leiters, die Gemeinde zu führen und sie zu speisen und zu
tränken. Der Herr zeigte mir einen Bruder den ER für diese
Aufgabe benutzen wollte, aber ich bat den Herrn, dass ER es diesem
Bruder selber so deutlich macht, dass dieser Bruder die Verantwortung
und die Berufung zum Hirten und Prediger dieser Gemeinde selbst
deutlich erkenne und verspüre. Am letzten Tag unserer Freizeit
in Oberbernhards fragten ich dann direkt die Geschwister wer erkennt
vom Herrn das er verantwortlich sein muss für die Gemeinde
Kempten. Wer erkennt die Berufung als Leiter für diese Gemeinde.
Ein Bruder trat hervor, es war derjenige den mir auch der Herr
gezeigt hatte, Br. Sergej Ochs, und die Ältesten und die
Gemeinde beteten mit ihm, dass er der Gemeinde gut vorstehe und ein
guter Hirte ist.
Nun zu Pfingsten war eine gute
Gelegenheit diese Gemeinde zu besuchen. Als ich Samstag ankam, wurde
ich von Sergej vom Bahnhof in Kempen abgeholt. Eine Schwester und ein
Bruder aus der Gemeinde hatten gekocht. Während wir beim Essen
waren kamen noch einige Geschwister vorbei und wir hatten eine schöne
Tischgemeinschaft. Die Geschwister wollten aber nicht nur essen,
sondern wollten untereinander Gemeinschaft so wie in der ersten
Gemeinde und wollten Gottes Wort hören. Bis nach 12 Uhr abends
sprachen wir über Fragen des Glaubens. Viele Fragen wurden
behandelt. Glauben, Buße Taufe, Erfüllung mit dem Heiligen
Geist, Heiligung, Früchte und Gaben des Geistes.
Immer wenn die Gläubigen in
Kempten von JESUS und den göttlichen Dingen sprachen leuchteten
Ihre Augen und ich merkte, dies waren Kinder Gottes die Begierig
waren nach der Speise die Gott ihnen gab. Wenn man ihnen was erklärte
und sagte, das will Euch JESUS schenken so waren da nie zweifelnde
Blicke sondern immer freudige Ausrufe: 'Ja dass will ich'.
Am nächsten Tag, als ich Gottes
Wort verkündigte, ging ich auf die Fragen des Vorabends ein. Ich
sagte das uns Gott gebrauchen möchte bat einige Kinder nach vorn
damit sie Zeugnis geben sollten und sie taten es. Ich sprach davon,
das Gott uns helfen will durch seine Kraft uns bewahren will vor
aller Sünde. Gott schenkte es so, das ich die Leute immer wieder
aufforderte die Freude die sie durch die Erlösung bekommen
haben, auch zu zeigen. Ich ging darauf ein das Gott uns beschenken
will durch die geistlichen Gaben und Geschwister die eher skeptisch
waren sagten plötzlich ja ich will mich beschenken lassen und
Gott beschenkte sie. Man konnte die Freude erkennen, wenn Gott
wirkte. Nun ich konnte sehen und erkennen, das die Geschwister in Kempten offen
waren für das Wort, sie taten Buße wo Buße nötig
war, freuten sich über die Geistlichen Gaben die Gott schenkt
und waren begierig mehr zu erhalten. Vor allem aber hatten sie eine
herzliche Liebe zum Herrn, untereinander und zu mir.
Das schönste und größte
aber war, dass sich eine Schwester entschied sich taufen zu lassen
auf den wunderbaren Namen JESUS zur Vergebung ihrer Sünden. Wir
gingen sofort an einen See und der Hirte der Gemeinde in Kempten
taufte sie, während die ganze Gemeinde am See stand und sang und
betete.
Gott wird diese Gemeinde segnen wenn
sie treu bleiben und dem Herrn weiter folgen.
Obwohl die Gemeinde klein ist, hat sie
es gewagt eine eigenen Versammlungsaal zu mieten. Viele lernen noch
oder sind in der Ausbildung und trotzdem geben sie alles was sie
haben damit die Gemeinde schön wird und damit sie das Gebäude
unterhalten können. Sie haben die Gemeinderäume sehr schön
gestaltet. In allem konnte ich die Liebe dieser Geschwister zu Gott
erkennen. Es ist eine Gemeinde wo die meisten russisch sprechen und
so war ich Br. Schunk dankbar, dass er mich übersetzte.
Die Gemeinde und ich freuen uns schon
auf unser nächstes Treffen! Ich danke Gott, dass er so gesegnet
hat.
Br. Thomas Gebhardt
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