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Anbetung in der Gemeinde - heute!
Predigt von Thomas Gebhardt

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Psalm 34:6
Die auf ihn sehen, werden strahlen vor Freude...

Lobpreis ist heute ein Thema, welches in einer ganzen Reihe von christlichen Gemeinden in den letzten Jahren eine immer größer werdende Bedeutung erlangt. Anbetung und Lobpreis für unseren Herrn JESUS ist auch eine Ausdrucksform, die, wenn sie aus ganzem Herzen kommt, eine wunderbare Sache sowohl für unseren Herrn als auch für uns ist. Lobpreis und Anbetung kommt immer aus einem vollen Herzen, einem Herzen, das anfängt überzufließen. Die Frage ist, wie kann das geschehen?

Wenn wir ins Alte Testament schauen, finden wir immer wieder Anbetung und Lobpreis. Denken wir nur an die vielen Psalme oder an die Geschehnisse im Zusammenhang mit der Rückholung der Bundeslade nach Jerusalem oder auch die Dankeslieder des Mose.

2.Samuel 6:12-16
Und es ward dem König David angesagt, dass der HERR das Haus Obed-Edoms segnete und alles, was er hatte, um der Lade Gottes willen. Da ging er hin und holte die Lade Gottes aus dem Hause Obed-Edoms herauf in die Stadt Davids mit Freuden. Und da sie einhergegangen waren mit der Lade des HERRN sechs Gänge, opferte man einen Ochsen und ein fettes Schaf. Und David tanzte mit aller Macht vor dem HERR her und war begürtet mit einem leinenen Leibrock. Und David samt dem ganzen Israel führten die Lade des HERRN herauf mit Jauchzen und Posaunen. Und da die Lade des HERRN in die Stadt Davids kam, sah Michal, die Tochter Sauls, durchs Fenster und sah den König David springen und tanzen vor dem HERRN und verachtete ihn in ihrem Herzen.

Wenn wir all die Psalme betrachten, wenn wir all die Lieder betrachten, wenn wir betrachten, wie die Menschen aus tiefstem Herzen und mit ihrer ganzen Kraft den Herrn angebetet haben, so stellen wir fest, dass gerade diese wunderbare Anbetung, die aus den tiefsten Tiefen unseres Herzens kommt und unseren ganzen Köper, unser ganzes Sein ergreifen kann, heute nur selten, auch oder insbesonders in dem Herrn hingegebenen und heiligen Gemeinden, zu finden ist.

Meine Frage ist, warum? Die Antwort ist sehr einfach. In vielen, vor allem charismatischen Gemeinden, ist Anbetung und Lobpreis oft nur Selbstzweck, die Möglichkeit sich hochzupuschen und das muss entschieden abgelehnt werden! Manche wirklich in der Heiligung lebenden Gemeinden haben deshalb regelrecht Angst den Herrn mit ihrer ganzen Kraft zu loben und zu preisen. Aber es gibt einen biblischen Lobpreis, der kommt, weil unser Blick auf den Herrn gerichtet ist. Diesen Lobpreis zu unterdrücken, lässt uns geistlich krank und verdorrt werden. Später wollen wir auf diesen Punkt noch einmal zurückkommen. Jetzt lasst uns erst schauen, was uns Gottes wunderbares Wort über echten Lobpreis, über echte Anbetung zu sagen hat:

Epheser 1:4-6
Denn in ihm hat er uns erwählt, ehe der Welt Grund gelegt war, dass wir heilig und untadelig vor ihm sein sollten; in seiner Liebe hat er uns dazu vorherbestimmt, seine Kinder zu sein durch Jesus Christus nach dem Wohlgefallen seines Willens, zum Lob seiner herrlichen Gnade, mit der er uns begnadet hat in dem Geliebten.

Gott hat uns erwählt! Nun, viele wollen das nicht annehmen. Sie leben in dem Wahn, sie hätten Gott erwählt, und sind auch noch stolz darauf. Aber wenn es eine Erwählung gibt, so hat immer unser wunderbarer Herr den Anfang gemacht! Ehe der Welt Grund gelegt wurde, also ehe es die Welt gab, hat Er mich und vielleicht Dich schon erwählt. Es gab für mich und auch für Dich überhaupt keine Möglichkeit IHN zuerst zu erwählen. Uns blieb nur noch die Erwählung anzunehmen oder sie abzulehnen. Die Frage ist, wie hast Du Dich entschieden?

Aber, meine Lieben, ER hat uns nicht nur erwählt, was schon an sich wunderbar und allen Lobens uns Preisens wert wäre, sondern ER hat mich und vielleicht auch Dich vorherbestimmt Sein Kind zu sein! Wenn ich über die freie Entscheidung Gottes für mich spreche oder über die Vorherbestimmung, dass ich Sein Kind sein soll, dann stellen viele "fromme" Zeitgenossen viele Fragen. Ich möchte auf diese Fragen hier nicht eingehen. Ich möchte heute nicht über Auserwählung und Vorherbestimmung reden, sondern Deinen Blick auf einen ganz anderen Umstand lenken. Die Bibel sagt:

Hebräer 11:6
Aber ohne Glauben ist's unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er sei und denen, die ihn suchen, ein Vergelter sein werde.

Oder in Römer 3:28 lesen wir
So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht werde ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben.

Und meine Frage, die sich an diese Worte Gottes anschließt, ist: Glaubst Du? Was willst Du anbeten, wem Verehrung bringen, wenn Du nicht glaubst? Anders ausgedrückt - glaubst Du, dass es Gott gibt, dass Dich Gott erwählt hat, und glaubst Du, dass Dich Gott vorherbestimmt hat Sein Kind zu sein? Über Anbetung zu reden ohne diese Dinge geklärt zu haben, hat überhaupt keinen Sinn. Wenn Du nicht Gottes Kind bist, wie willst Du dann richtig anbeten? Deshalb rede ich heute zu Dir, deshalb stelle ich immer wieder die gleiche Frage: Glaubst Du an Gott und dass das, was Gott sagt, wahr ist? Die Bibel gibt mir das Recht, ja verpflichtet mich mit Dir über diese Dinge zu sprechen. Wir lesen in:

Römer 10:14
Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? wie sollen sie aber hören ohne Prediger?

Hier bin ich, als Prediger des Herrn, und bringe Dir eine Botschaft. Du findest diese Botschaft in der Bibel! Die Bibel sagt im:

Johannes 3:16
Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.

Kannst Du das verstehen? Ich rede nicht vom Begreifen, sondern nur vom akustisch verstehen! Kannst Du diese Botschaft akustisch verstehen? Oder, wenn Du diese Predigt lesen solltest, kannst Du diese Botschaft optisch lesen? Gott hat Dich geliebt, ER hat Dich auserwählt, ER hat Dich vorausbestimmt Sein Kind zu sein! Kannst Du das akustisch, optisch verstehen?

Die Frage, die Du dir vielleicht stellst, ist, warum tat das der Herr? Lass uns noch einmal zurückgehen zu

Epheser 1:4-6
Denn in ihm hat er uns erwählt, ehe der Welt Grund gelegt war, dass wir heilig und untadelig vor ihm sein sollten; in seiner Liebe hat er uns dazu vorherbestimmt, seine Kinder zu sein durch Jesus Christus nach dem Wohlgefallen seines Willens, zum Lob seiner herrlichen Gnade, mit der er uns begnadet hat in dem Geliebten.

Eindeutig kannst Du lesen, es geschah zum Lob Seiner herrlichen Gnade, die Er uns in Christus erwiesen hat! Ich und vielleicht auch Du wurden dazu vorherbestimmt, Gottes Kinder zu sein. Warum? Es geschah zum Lob von Gottes herrlicher Gnade!

Einige Verse weiter lesen wir in

Epheser 1:11-12
In ihm sind wir auch zu Erben eingesetzt worden, die wir dazu vorherbestimmt sind nach dem Vorsatz dessen, der alles wirkt nach dem Ratschluss seines Willens; damit wir etwas seien zum Lob seiner Herrlichkeit, die wir zuvor auf Christus gehofft haben.

Auch hier steht geschrieben, "wir sollen etwas sein zum Lob Seiner, Gottes, Herrlichkeit"! Fast alle sind heute sehr darauf bedacht "etwas zu sein", aber, meine Lieben, oft habt Ihr dabei ganz andere Dinge als Gottes Herrlichkeit im Sinn. Wir sind etwas aufgrund dessen, dass es der Herr so wollte, und noch einmal möchte ich es betonen, Du kannst dazu ja sagen, Gottes Wort akzeptieren, oder es ablehnen. Aber wenn Du ja sagst, musst Du wissen, Deine Errettung geschieht nicht aufgrund Deiner eigenen Errungenschaften und auch nicht, damit Du eine gute Figur abgibst, sondern: "zum Lob seiner Herrlichkeit"! Damit Gottes Herrlichkeit gelobt und gepriesen wird!

Sogar die Heiligen des Alten Testamentes wussten das. Wir lesen in

Psalm 34:2-4
Ich will den HERRN loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein. Meine Seele soll sich rühmen des HERRN, dass es die Elenden hören und sich freuen. Preiset mit mir den HERRN und lasst uns miteinander seinen Namen erhöhen!

Was für eine Macht liegt in diesen Worten des Psalmisten. Was für einen hohen und herrlichen Vorsatz fasste er: "Ich will den HERRN loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein." Meint der Psalmist das, was er sagt? Dieses Wort ist von Gott inspiriert, damit wir es heute lesen dürfen. Solch mächtige Worte wie "allezeit", "immerdar" finden wir in diesem Text. Ich glaube an einen immerwährenden Lobpreis, der seinen Anfang in der Seele nimmt und dann für die Elenden hörbar aus meinem Mund kommt. Ich glaube an einen Lobpreis, der allezeit, auch heute noch, so zu hören ist, dass die Elenden es hören und sich freuen! AMEN!

Aber, meine Lieben, der Widersacher Gottes, der Teufel, kennt seine Möglichkeiten. Er weiß, dass Deine Stärke nur darin liegt, dass Du auf das von Gott in Christus für uns vollbrachte Werk blickst. Er weiß, Du hast nichts anderes als den Glauben an Gott. Solange Dein Auge im Glauben auf Christus gerichtet ist und auf das, was ER für Dich gemacht hat, solange wirst Du Sieg haben! Daher wird der Teufel alles versuchen, Dich gerade davon abzulenken.

Beim Sünder wird er versuchen ihn dazu zu bringen, sich immer nur mit seinen Sünden zu beschäftigen. Das wird zur Folge haben, dass der Sünder immer wieder sündigt und sich schließlich der Sünde hingibt um ihre "Freuden" zu genießen.

Den Bußfertigen wird er damit beschäftigen, immer darüber nachzudenken, ob er genug Buße und Reue über seine Sünde getan hat. Der Teufel wir ihn so an eine Stelle festsetzen, dass er vollkommen unfähig ist für Gottes Reich etwas zu tun, immer wird er von der Sorge bewegt: "Wird es mir wohl reichen?"

Beim Gläubigen wird er es auf ähnliche Weise versuchen. Der Teufel wird sagen, du musst mehr glauben, besser glauben, du brauchst einen größeren Glauben. Den ganzen Tag wird der Gläubige mit diesen Gedanken beschäftigt und kommt keinen Schritt voran.

Denjenigen, der auf irgendeine Weise dient, wird der Teufel dazu bringen, sich so mit dem Dienst zu beschäftigen, bis er vor lauter Diensteifer keine Zeit mehr findet, sich Gedanken über seinen Herrn zu machen und dann beim Beten oder Bibellesen einschläft. Das Reden Gottes verpasst.

Den, der von ganzem Herzen ein heiliges Leben versucht zu leben, versucht er so mit dem Wandel in der Heiligkeit zu beschäftigen, dass dieser vergisst, dass er ja von Gott auserwählt und zur Kindschaft bestimmt wurde. Der Teufel will, dass der Heilige seine Stellung, die Gott ihm in Jesus gegeben hat, außer acht lässt und dadurch die Kraft und die Macht verliert, die ihm ein Leben in der Kraft Gottes ermöglicht.

Der Teufel will Dich, ganz gleich in welchem geistlichem Stand Du Dich gerade befindest, daran hindern weiterzukommen. Er will Dich davon abbringen auf Jesus zu schauen. Er will Dich dazu bringen wegzuschauen von den Dingen, die Dir von Gott in Jesus bereits gegeben sind. Seine List ist, dass er Dich verleitet nach Segnungen und Segen bedacht zu sein, statt dem Herrn zu glauben, der Dir sagt, dass ER Dich bereits gesegnet hat mit allem geistlichen Segen in den himmlischen Gütern.

Das alles macht der Widersacher Gottes, weil er es nicht leiden kann, wenn gelobt wird und der Herrn verehrt wird. Der böse Geist musste Saul verlassen, als David anfing auf der Harfe zu spielen. Ja, selbst die Mauern Jerichos stürzten ein, als die Posaunen anfingen zu spielen. Noch einmal sage ich es: Anbetung und Lobpreis rauben dem Teufel die Macht. Auch eine Betrachtung der geistlichen Reife und Stellung der Frau Davids währe angebracht, aber das wollen wir, so es der Herr zulässt, ein andermal tun.

Wenn Du im Epheserbrief weiterliest, wirst Du feststellen, dass es dem Herrn gefällt noch einmal die Notwendigkeit des Lobens und des Preisens sowie der Anbetung vor Deine Augen zu stellen.

Epheser 1:13-14
In ihm seid auch ihr, die ihr das Wort der Wahrheit gehört habt, nämlich das Evangelium von eurer Seligkeit - in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem heiligen Geist, der verheißen ist, welcher ist das Unterpfand unsres Erbes, zu unsrer Erlösung, dass wir sein Eigentum würden zum Lob seiner Herrlichkeit.

Ihr, Ihr alle, die ihr das Wort der Wahrheit gehört habt und Gott geglaubt habt, als Ihr an JESUS, an Gott, anfingt zu glauben, wurdet Ihr zu Gottes Eigentum. Er drückte Euch das Siegel auf, dass Ihr Sein seid. Als Siegel, als Unterpfand unsres Erbes, das Gott für uns bereithält, haben wir heiligen Geist empfangen. Wir gehören nun also nicht mehr der Welt oder dem Teufel oder uns selbst, sondern sind Gottes Eigentum! Wieder stellt der Herr Dir klar vor Augen, warum ER dies vollbracht hat: Es war wieder aus dem Grund, dass Du etwas bist zum Lob Seiner Herrlichkeit!

Wir sehen eine heute fast nicht mehr gepredigte Wahrheit in all diesen Versen des Wortes Gottes: Gottes Handeln an Dir zielte nicht vorrangig darauf ab, dass Du nun gut dastehst, vielleicht sogar einen sehr anständigen Eindruck hinterlässt und deshalb geehrt und gelobt wirst, weil Du vielleicht sogar ein "christliches" Ziel erreicht hast, sondern SEIN Handeln zielt darauf ab, dass Ihm, unserem wunderbaren Gott, JESUS Christus, alle Ehre und alles Lob zukommen soll. Was Gott an Dir jemals getan hat, hat ER nur dazu gemacht, dass DU nun etwas bist zum Lob Seiner Herrlichkeit. Gott ist der Schöpfer der Himmel und der Erde und hat schon deshalb zu allen Zeiten Lob und Preis von allen Menschen und auch von Dir verdient.

Deshalb beginnt Paulus den Brief an die Gemeinde zu Ephesus mit einem Gotteslob.

Epheser 1:3
Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen im Himmel durch Christus.

Das soll auch Deine oberste Aufgabe sein! Mit Lobpreis beginnen! Dein ganzer Lebenswandel soll zum Lob von Gottes Herrlichkeit sein. Dazu gehört, dass wir Gott mit der "Frucht unsrer Lippen", also mit Worten, loben und Ihn preisen. Genau das will uns die Bibel klar machen, wenn Paulus ausruft: "Gelobt sei Gott...!!!" Oder wenn wir lesen:

Psalm 34:2-4
Ich will den HERRN loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein. Meine Seele soll sich rühmen des HERRN, dass es die Elenden hören und sich freuen. Preiset mit mir den HERRN und lasst uns miteinander seinen Namen erhöhen!

In etlichen Psalmen steht das Lob Gottes im Vordergrund und Du kannst in ihnen einige bedeutsame Punkte zum praktischen Loben und Preisen erkennen.

Psalm 146:1-2
Halleluja! Lobe den HERRN, meine Seele! Ich will den HERRN loben, solange ich lebe, und meinem Gott lobsingen, solange ich bin.

Die Psalme 146 bis 150 sind sogenannte "Halleluja" - Psalme. Sie beginnen und enden jeweils mit dem Wort "Halleluja". "Halleluja" bedeutet "Lobe den Herrn". Diese Psalme sind Loblieder zum Lob und Preis und zur Anbetung Gottes.

Was gerade in einigen sehr hingegebenen Gemeinden oft missachtet wird, ist, dass Psalm 146 damit beginnt, dass Gotteslob und Anbetung DAS Anliegen unseres Lebens sein sollte. Gott loben ist ein bedeutendes Teil Deines Leben, dazu hat Dich der Herr erwählt. Solange Du lebst, soll ein Halleluja aus der Tiefe Deines Herzens über Deine Lippen ertönen. Gott zu loben ist nicht eine Sache, der Du Dich zuwendest, wenn Du Zeit oder Laune oder Bedürfnis dazu hast oder Dich gerade gut fühlst, so darf es nicht sein! Das ist gegen Gottes Willen! Gott loben und IHM Ehre, Preis und Anbetung geben, muss Dir jetzt, heute, ein Anliegen sein! Ja, es muss Dir ein immer andauerndes Anliegen sein, in den sogenannten guten wie schlechten Tagen!

Wofür betet der Psalmist Gott an? Warum verehrt der Psalmist Gott? Warum singt er Anbetungslieder für Gott? Auch dies wird uns in den Psalmen verraten!

Psalm 147:1
Halleluja! Lobet den HERRN! Denn unsern Gott loben, das ist ein köstlich Ding, ihn loben ist lieblich und schön.

Welch ein Zeugnis wird uns hier gegeben! Den Herrn loben, das ist keineswegs eine unerfreuliche, schwere, furchtbare und schreckliche Sache, nein, das Gegenteil ist der Fall! Es ist ein köstlich Ding, es ist lieblich und schön. Gott zu loben, Ihn zu verehren sollte auch für Dich eine wunderbare, köstliche und schöne Sache sein.

Ich weiß nicht warum, aber es gibt gerade unter den Christen, die ich besonders schätze und achte, die ich zu den wirklichen, heiligen Männern Gottes rechne, etliche, die durchs Leben gehen und die Meinung vertreten, Emotionen, hervorgerufen von Freude und Lobpreis, sind etwas ungeistliches. Aber die Bibel sagt, es ist etwas köstliches Gott zu loben! Wenn wir die Psalme genau lesen, so müssen wir, wenn wir ehrlich sind, feststellen, dass die Heiligen, die die Psalme gesungen und gebetet haben, dies sehr oft mit ihrem ganzen Sein taten. Wenn es um weltliche Dinge geht, etwa um einen Sportverein oder einen Künstler, dann fällt es nicht schwer lauthals und mit absoluter Begeisterung ein Lob über die Lippen zu bringen. Im Beruf, in der Familie, bei unserer Freizeitbeschäftigung zeigen wir Emotionen, wenn es dann aber um Gott geht, geben wir uns schüchtern und sind recht still und eher sparsam mit unsren Worten und unsrem Jubel, ausgedrückt durch unseren ganzen Körper. Meine Lieben, das sollte doch genau umgekehrt sein! Gott ist weit größer als die Dinge, die uns die Welt bieten kann, ER steht weit über allem, Er ist Gott und Er hat alles gemacht und geschaffen! Ihn loben mit ganzem Herzen, mit unserer ganzen Kraft, also auch mit unserem Körper, muss auch für uns ein köstlich, ein lieblich und schönes Ding sein.

Lasst mich Euch etwas erklären und dazu eine wunderbare Bibelstelle aus dem Neuen Testament nehmen. Bete, wenn Du dies liest, damit Dir der Herr diese Dinge groß und wertvoll machen kann. Die Bibel sagt in

2.Korinther 3:18
Nun aber schauen wir alle mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel, und wir werden verklärt in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern von dem Herrn, der der Geist ist.

Ich komme zurück auf das eingangs Gesagte. Wir lesen, worauf wir schauen sollen. Natürlich auf JESUS, auf den wunderbaren Herrn! Selbstverständlich ist alles Reden von Anbetung und alle Arten der Anbetung nur Zeitverschwendung, wenn wir nicht auf JESUS schauen, wenn wir nicht JESUS meinen. Aber wenn wir unsere Blicke auf die Herrlichkeit des Herrn richten, dann ist Anbetung, Jubel, Lobpreis die natürliche Folge. Oh, meine Lieben, wie ist doch unser Herr herrlich! Schau doch einmal richtig hin. Wirst Du gar nicht bewegt? Mich bewegt es ungemein auf den Herrn zu schauen. Nicht nur mein Geist wird bewegt, nein, mein ganzer Körper! Dieses Schauen der Herrlichkeit des Herrn bewirkt eine Veränderung, ja mehr noch, eine Verklärung! Wir werden verklärt in Sein Bild. Das sagt die Bibel, nicht ich! Halleluja!

Diese Stelle im Korintherbrief erinnert uns an ein Geschehen im Alten Testament. Mose kam vom Berg Sinai herab. Er war bei Gott, bei dem HERRN, hatte eine Begegnung mit IHM und die göttliche Herrlichkeit spiegelte sich in seinem Angesicht. Er war verändert, total verändert! Nicht innerlich, das auch, aber auch äußerlich. Das Aussehen seines Angesichts war verändert aufgrund der Herrlichkeit des HERRN, die sich darauf widerspiegelte. Mose musste sein Angesicht verhüllen. Wir blicken heute unverhüllt, mit aufgedecktem Angesicht auf die Herrlichkeit unseres wunderbaren Herrn und werden ihm immer ähnlicher, weil sich Seine Herrlichkeit auf unserem Angesicht wiederspiegelt. Weil Seine Herrlichkeit durch Dich der Welt gezeigt werden soll! Weißt Du, die orientalischen Spiegel damaliger Zeit wurden nicht aus Glas, sondern aus poliertem Metall hergestellt. Blicktest Du in solch einen Spiegel, sahst Du Dich nicht in solcher Klarheit, wie in unseren heutigen Spiegeln. Doch etwas anderes geschah, was bei unseren heutigen Spiegeln nicht mehr in dieser Form der Fall ist, der Spiegel reflektierte das Licht auf das Angesicht dessen, der in den Spiegel schaute. Er selbst sah sich im Spiegel, aber die um ihn stehenden sahen, je nach Metallart, diese weiße oder gelbe Reflektion auf seinem Angesicht.

So ist es mit Dir, wenn Du die Herrlichkeit des Herrn schauen möchtest. Wenn Du auf JESUS schaust, was Er für Dich gemacht hat, wie ER Dich geliebt, auserwählt und bestimmt hat Sein Kind zu werden, dann spiegelt sich JESUS in Deinem Leben wieder. Ohne dass Du etwas dazu tun kannst, bewirkt Seine Herrlichkeit die Veränderung, diese Verklärung in Sein Bild. ER spiegelt sich auf Deinem Angesicht wieder, solange Du in den Spiegel, auf den Herrn und Seine Herrlichkeit, schaust. Du bist Dir selbst dieser Veränderung, dieser Wiederspiegelung JESU in Deinem Leben vielleicht gar nicht bewusst, kannst es selber nicht merken oder sehen, andere aber werden sie sehen. Halleluja! Lasst uns auf IHN, unseren Herrn, sehen und strahlen vor Freude, so dass es alle sehen! Schau auf den Herrn und fange an den Herrn zu loben und zu preisen, damit es die Elenden sehen und sich freuen! Die auf IHN schauen werden strahlen vor Freude!

Die Bibel sagt:

Psalm 147:7-9
Singt dem HERRN ein Danklied und lobt unsern Gott mit Harfen, der den Himmel mit Wolken bedeckt und Regen gibt auf Erden; der Gras auf den Bergen wachsen lässt, der dem Vieh sein Futter gibt, den jungen Raben, die zu ihm rufen.

Opernbegeisterte, Sportbegeisterte stimmen "Jubellieder" an, wenn sie sich freuen. Sie Jubeln und klatschen laut und fröhlich für ein paar Stunden "guter" Unterhaltung in der Oper oder im Stadion. Wieviel mehr Danklieder und Lobgesänge sollten wir laut und frohen Herzens, mit Klatschen und Jubeln unserem Gott singen, der so viel an uns getan hat!

Psalm 148:1-2
Halleluja! Lobet im Himmel den HERRN, lobet ihn in der Höhe! Lobet ihn, alle seine Engel, lobet ihn, all sein Heer!

Beachte, dass die Aufforderung Gott zu loben an alle Wesen auf Erden und den Himmel ergeht. Auch, meine Lieben, an Euch! Und Gott ändert sich nicht, was damals Gott gefallen hat, das gefällt IHM auch heute noch! So oft finden wir, dass das himmlische Heer den Herrn lobt, laut lobt, niemand kann mir sagen, dass der Herr dies irgendwann untersagt hat oder untersagen wird!

Psalm 148:7,11-13
Lobet den HERRN auf Erden...
ihr Könige auf Erden und alle Völker, Fürsten und alle Richter auf Erden, Jünglinge und Jungfrauen, Alte mit den Jungen! Die sollen loben den Namen des HERRN; denn sein Name allein ist hoch, seine Herrlichkeit reicht, so weit Himmel und Erde ist.

Alle sollen den Herren loben! Könige und ganze Völker, auch die Fürsten und die Richter. Aber auch von den jungen Menschen ist die Rede. Sowohl die Jünglinge als auch die Jungfrauen sollen den Herrn Lob darbringen, Alte und Junge, Männer und Frauen! Tue das und Du wirst gesegnet sein! AMEN!

Wir kommen zu einem neuen, für manche liebe Geschwister schwer zu verstehenden Punkt. Gottes Volk hat allen Grund seinen Gott zu loben und zu preisen, und das mit unterschiedlichsten Mitteln. Lasst uns lesen:

Psalm 149:1-5
Halleluja! Singet dem HERRN ein neues Lied; die Gemeinde der Heiligen soll ihn loben. Sie sollen loben seinen Namen im Reigen, mit Pauken und Harfen sollen sie ihm spielen. Die Heiligen sollen fröhlich sein und preisen und rühmen auf ihren Lagern.

Gesang, Tanz und Musik werden hier zum Lobe Gottes genutzt, wobei dieser Lobpreis Ausdruck der großen Freude ist, die aus dem Glauben an den Herrn und aus dem Wissen, dass die Gegenwart Gottes da ist, hervorgeht. Ähnliches finden wir in

Psalm 150:1-6
Halleluja! Lobet Gott in seinem Heiligtum, lobet ihn in der Feste seiner Macht! Lobet ihn für seine Taten, lobet ihn in seiner großen Herrlichkeit! Lobet ihn mit Posaunen, lobet ihn mit Psalter und Harfen! Lobet ihn mit Pauken und Reigen, lobet ihn mit Saiten und Pfeifen! Lobet ihn mit hellen Zimbeln, lobet ihn mit klingenden Zimbeln! Alles, was Odem hat, lobe den HERRN! Halleluja!

und im

Psalm 47:2-3,7-8 finden wir
Schlagt froh in die Hände, alle Völker, und jauchzet Gott mit fröhlichem Schall! Denn der HERR, der Allerhöchste, ist heilig, ein großer König über die ganze Erde. Lobsinget, lobsinget Gott, lobsinget, lobsinget unserm Könige! Denn Gott ist König über die ganze Erde; lobsinget ihm mit Psalmen!

Meine lieben teuren Freunde, welch eine Freude doch aus diesen Versen klingt! Hier ist von Jauchzen, von Lobsingen, von fröhlichem Schall die Rede! Es wird von Händeklatschen, von Harfen, von Saiteninstrumenten und Blasinstrumenten sowie von Pauken gesprochen. Ach, lasst uns doch so manche falsche Zurückhaltung ablegen und Gott aus einem Herzen, das vor Freude übersprudelt, loben und preisen mit wahrlich fröhlichem Schall! Oder, meine Lieben, wollt Ihr diese Seiten aus der Bibel rausreißen? Einige von Euch meinen, das ist nicht für die neutestamentliche Zeit. Aber, meine Lieben, Ihr irrt! Im Himmel wird immer Freude sein, wenn ein Sünder zu Gott kommt, wenn ein Verlorener zum Herrn zurückfindet. Nicht eine Freude hinter vorgehaltener Hand, sondern eine Freude, die uns in

Lukas 15:20-32 geschildert wird:
Und er machte sich auf und kam zu seinem Vater. Da er aber noch ferne von dannen war, sah ihn sein Vater, und es jammerte ihn, lief und fiel ihm um seinen Hals und küsste ihn. Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße. Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringet das beste Kleid hervor und tut es ihm an, und gebet ihm einen Fingerreif an seine Hand und Schuhe an seine Füße, und bringet ein gemästet Kalb her und schlachtet's; lasset uns essen und fröhlich sein! denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an fröhlich zu sein. Aber der älteste Sohn war auf dem Felde. Und als er nahe zum Hause kam, hörte er das Gesänge und den Reigen; und er rief zu sich der Knechte einen und fragte, was das wäre. Der aber sagte ihm: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat ein gemästet Kalb geschlachtet, dass er ihn gesund wieder hat. Da ward er zornig und wollte nicht hineingehen. Da ging sein Vater heraus und bat ihn. Er aber antwortete und sprach zum Vater: Siehe, so viel Jahre diene ich dir und habe dein Gebot noch nie übertreten; und du hast mir nie einen Bock gegeben, dass ich mit meinen Freunden fröhlich wäre. Nun aber dieser dein Sohn gekommen ist, der sein Gut mit Huren verschlungen hat, hast du ihm ein gemästet Kalb geschlachtet. Er aber sprach zu ihm: Mein Sohn, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, das ist dein. Du solltest aber fröhlich und gutes Muts sein; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist wieder gefunden.

Meine Lieben, beachtet, die Idee seinem Sohn um den Hals zu fallen, ihn zu küssen, das beste Kleid für ihn raussuchen zu lassen, ihm seinen Siegelring zu geben, der ihn wieder zum vollwertigen Familienmitglied machte, ein rauschendes Fest zu veranstalten mit einem extra dafür geschlachteten Kalb, sowie Gesang und Tanz anzuordnen, das war nicht die Idee des verlorenen Sohnes, sondern der Wunsch und der Befehl des liebenden Vaters! Und der "verloren" gewesene Sohn, der, welcher tot war, welcher verloren war, war mitten unter den Feiernden! Oh meine Freunde, er war doch zurückgekommen, hatte doch der Welt den Rücken gekehrt, hatte den Weg ins Vaterhaus wieder gefunden, ist das nicht wunderbar!? Ist das nicht ein Grund für ein fröhliches Fest auch im Neuen Testament!?

Und, meine lieben Freunde, ob Ihr es wahrhaben wollt oder nicht, es ist eine Begebenheit aus dem Neuen Testament, ja mehr noch, JESUS selbst öffnet uns hier die Augen für ein göttliches Prinzip, was zu allen Zeiten Seine Gültigkeit hat. Aber nicht wahr, einige von Euch sind wie der Sohn, der immer im Vaterhaus geblieben war. Der sich in seinem Herzen zwar auch sehnte nach solch einem Fest, aber so etwas nie erlebt hatte. Solange war er im Vaterhaus und nie hatte er so etwas erlebt! Warum nicht? Weil es der Vater nicht wollte? Oh nein, meine Freunde, dass war ganz bestimmt nicht der Grund! Der Vater sagt doch, alles was mein ist, ist dein! Natürlich hätte er auch ein Fest mit seinen Freunden haben können, aber...!

Ja meine Lieben, was war das "ABER"? Auch das wollen wir in dieser Lektion nicht untersuchen sondern später wenn es Gott zulässt! Aber sind nicht auch etliche unter Euch die solch ein rauschendes Fest, was schon weithin zu hören und zu sehen ist, nicht akzeptieren würden? Die auf die Barrikaden gehen und mir vorhalten würden: Nie habe ich das Gebot Gottes übertreten! Ja, die ihren Fuß nicht in dieses Haus, in diese Gemeinde, in der solch ein Fest stattfindet, setzen würden, so wie dieser daheim gebliebene Sohn. Denkt einmal darüber nach! Denk einmal darüber nach, wie unglücklich der zu Hause gebliebene Sohn war, und wie es dem Vater schmerzen musste, der seinen "verlorenen" Sohn so ebend zurückerhalten hatte, aber nun feststellen musste, der Sohn, der die ganze Zeit das Vaterhaus nicht verlassen hatte, treu gedient hatte, hatte nicht die Gesinnung des Vaters, sondern war nur pflichtbewusst! Dieses Pflichtbewusstsein aber hinderte ihn nun mit ins Haus zu kommen. Meine, lieben Freunde, Pflichtbewusstsein ist gut, aber wir, Du brauchst mehr als Pflichtbewusstsein, Du brauchst die Gesinnung des Vaters! Oh, wenn Du die hast, im gleichen Augenblick wird Freude, Friede, Dankbarkeit und Anbetung Dein Leben ausfüllen!

Eine weitere Stelle bringt uns noch einen anderen Aspekt der Anbetung, des Lobes Gottes vor Augen:

Psalm 68:27
Lobet Gott in den Versammlungen...

Manchmal treffe ich auf die Meinung, dass es ja recht sei, wenn der einzelne Zuhause Gott lobt und preist, aber nicht in den Versammlungen. Aber die Bibel sagt, nicht nur einzelne sollen Gott in ihrem Leben loben, auch in den Versammlungen soll Gott von ganzem Herzen gelobt werden. Dies traf auf Israel zur Zeit des Alten Testaments zu, aber es trifft auch für unsre Versammlungen zu.

Deshalb lasst uns ins Neue Testament schauen und lernen, welch große Bedeutung der Lobpreis Gottes auch in der Gemeinde der an JESUS gläubig Gewordenen hat.

Apostelgeschichte 2:46-47
Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen und lobten Gott und fanden Wohlwollen beim ganzen Volk. Der Herr aber fügte täglich zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.

Dieser Bericht über das Leben der Gemeinde nach Pfingsten zeigt, dass Gott loben eine Sache war, die beständig im Leben der Gläubigen vorhanden sein sollte. Auch in Deinem Leben! Täglich waren sie einmütig beieinander "und lobten Gott"! Gott zu loben war ein Hauptbestandteil des täglichen Lebens der Gläubigen! Es sollte eine der Hauptsachen in Deinem Leben sein!

Du brauchst keinen besonderen Grund oder Veranlassung um Gott zu loben. Immer hast Du genügend Grund, IHN zu loben und zu preisen! Er ist immerhin Gott, der einzige Gott den es gibt! Das allein ist Grund genug IHN zu loben und zu preisen, aber täglich bekommst Du von IHM die Kraft zu leben und dies ist ein weiterer Grund zum Lobpreis! Bis heute bist Du nicht verhungert, denke an den "verlorenen Sohn", und wiederum ist das ein Grund den Herrn anzubeten, IHM die Ehre zu geben! Was soll ich weiter sagen, denke nach und Du findest 1000 Gründe in Deinem Leben, warum Du nicht nur dankbar sein solltest, sondern Gott laut danken solltest, so dass es alle Elenden hören!

Apostelgeschichte 4:21
Da drohten sie ihnen und ließen sie gehen um des Volkes willen, weil sie nichts fanden, was Strafe verdient hätte; denn alle lobten Gott für das, was geschehen war.

Die ist eine Begebenheit aus dem Neuen Testament! Eine Begebenheit, in welcher es schon Gemeinde nach neutestamentlichem Sinn gab. Petrus und Johannes hatten einen Lahmen geheilt.

Apostelgeschichte 3:8-9
(der Lahme) sprang auf, konnte gehen und stehen und ging mit ihnen in den Tempel, wandelte und sprang und lobte Gott. Und es sah ihn alles Volk wandeln und Gott loben.

Wegen dieser guten Tat waren sie anschließend vor den Hohen Rat zitiert worden. Man ließ sie jedoch wieder gehen, weil geschrieben steht: "alle lobten Gott für das, was geschen war"! Die Heilung des Mannes war Anlass, Gott in besonderer Weise zu loben. Doch wie kam es zum Lobpreis der vielen? Weil der ehemals Lahme aufsprang! Meine Lieben, würdet Ihr das, was Gott an Euch tut, auch so schätzen wie dieser Kranke seine Heilung schätzte, dann würdet Ihr auch nicht sitzen bleiben, sondern aufspringen. Er sprang aber nicht nur auf, sondern ging ins Haus Gottes. Nicht um sich still auf eine Bank oder einen Stuhl zu setzen, sondern er lief durch die Reihen, oh nein, er sprang sogar in der Kirche rum! Nicht wahr, einige von meinen lieben Zuhörern würden am liebsten die Seite aus der Bibel reißen! So benimmt man sich doch nicht in der Kirche, in der Gemeinde. Am besten der Prediger steht steif wie ein Stock hinter der Kanzel! Nun ja, die meisten Prediger heute haben nichts erlebt, wie sollten sie da rumspringen, für was? Aber dieser Mann hatte etwas erlebt! Und ich habe etwas erlebt und weil das so ist, sprang dieser Mann beim Gotteslob durch die Kirche und ich werde durch die Gemeinde springen und Gott loben, weil ich auch etwas erlebe! Jeden Tag erlebe, wie der Herr etwas für mich tut! Mein lieber Bruder, ich bin Gott so dankbar, dass ER etwas an mir tut und das, nur das, ist der Grund, warum ich IHN mit meinem ganzen Körper anbete! AMEN! Meine Frage ist, tut Gott etwas an Dir? Dann lerne es zu schätzen, dann wirst Du auch anbeten wie dieser Mann angebetet hat! Und, meine Lieben, gerade weil dieser Mann so anbetete, schlossen sich die anderen dem Lob an und alle lobten Gott! Preis und Dank!

Eine andere Stelle berichtet uns von Paulus und Silas, als diese in einer sehr gefährlichen Situation waren und trotzdem Gott lobten!

Apostelgeschichte 16:23-26
Nachdem man sie hart geschlagen hatte, warf man sie ins Gefängnis und befahl dem Aufseher, sie gut zu bewachen. Als er diesen Befehl empfangen hatte, warf er sie in das innerste Gefängnis und legte ihre Füße in den Block. Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobten Gott. Und die Gefangenen hörten sie. Plötzlich aber geschah ein großes Erdbeben, so dass die Grundmauern des Gefängnisses wankten. Und sogleich öffneten sich alle Türen, und von allen fielen die Fesseln ab.

Paulus und Silas saßen im Gefängnis, aber anstatt zu verzagen und Rachegefühle zu hegen und zu überlegen, wie sie entfliehen könnten, fingen sie an zu beten und Gott zu loben! Ihre Gebete und ihr Lob geschah nicht leise und zurückhaltend. Nein, sie lobten Gott mit lauter Stimme, so dass die anderen Gefangenen es hörten. Paulus und Silas benötigten keine besondere Tat Gottes um Gott zu loben. Sie wussten, dass der Herr immer alles richtig macht. Sie sagten Gott Dank allezeit und für alles! Preis und Dank, kannst Du das auch? Wenn Deine Einstellung Gott gegenüber richtig ist, so wirst Du auch allezeit und für alles Gott Dank sagen können! AMEN!

Versetzen wir uns in die Lage der beiden Männer, Paulus und Silas, so dürfen wir mit Recht sagen, rein menschlich gesehen war es für sie nicht einfach im Gefängnis zu sein, unter Anklage zu stehen und der Willkür der Behörden ausgeliefert zu sein. Wenn wir betrachten, wie unser Herr JESUS im Garten gebetet hat, dann können wir erkennen, dass es auch für JESUS nicht einfach war den Weg ans Kreuz zu gehen. Lesen wir doch einmal:

Matthäus 26:38-41
Da sprach Jesus zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis an den Tod; bleibet hier und wachet mit mir! Und ging hin ein wenig, fiel nieder auf sein Angesicht und betete und sprach: Mein Vater, ist's möglich, so gehe dieser Kelch von mir; doch nicht, wie ich will, sondern wie du willst! Und er kam zu seinen Jüngern und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Könnet ihr denn nicht eine Stunde mit mir wachen? Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallet! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach.

Aus dem Mund unseres Herrn kommen solche Worte wie: "Meine Seele ist betrübt bis an den Tod" oder "Mein Vater, ist's möglich, so gehe dieser Kelch von mir." Natürlich kommen auch uns solche Gedanken, wenn wir in in große Nöte hineingeraten. Warum fangen Paulus und Silas erst um die Mitternacht an Gott zu loben? Auch sie waren natürlich zuerst betrübt, vielleicht auch enttäuscht. Aber der Tag war noch nicht zu Ende, es schlug gerade Mitternacht, da hatten sie diese Kriese überwunden und lobten Gott mit solcher Kraft und Macht, so dass es alle Gefangenen hören mussten. Ihr Lobpreis war so gewaltig, dass er nicht an der Zimmerdecke hängen blieb, sondern bis zu Gott kam. Meinst Du nicht, dass sie auch schon vorher gebetet hatten. Wenn Dir die Folterung, ja vielleicht der Tod im Nacken sitzt, dann betest Du. In der größten Not haben schon ganz andere plötzlich angefangen zu beten.

Natürlich haben sie gebetet; jeder für sich, so vor sich hin, unter der Angst was kommen würde. So sieht es auch heute weithin in den Gemeinden aus! Und ich meine in den Gemeinden, die den Herrn noch lieben, Seine Gebote noch ehren, Seinen Willen noch tun. Sie sind versunken in der Trauer um diese verlorene Welt und um die Sorge was mit ihnen geschehen wird. Aber sie vergessen das wichtigste, die Bibel sagt:

Lukas 21:25-28
Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen; und auf Erden wird den Leuten bange sein, und sie werden zagen, und das Meer und die Wassermengen werden brausen, und Menschen werden verschmachten vor Furcht und vor Warten der Dinge, die kommen sollen auf Erden; denn auch der Himmel Kräfte werden sich bewegen. Und alsdann werden sie sehen des Menschen Sohn kommen in der Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit. Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, so sehet auf und erhebet eure Häupter, darum dass sich eure Erlösung naht.

Ja, diese ganze Not wird kommen, ob Du das jetzt glaubst oder nicht, ob Du Dich davor fürchtest oder nicht, ob Du gläubig oder ungläubig bist oder nicht, wird nichts daran ändern, dass diese ganze Not über die Erde hereinbrechen wird! Aber, mein lieber Freund, es gibt für diejenigen, die errettet sind, eine wunderbare Botschaft für diese schreckliche Zeit: "Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, so sehet auf und erhebet eure Häupter, darum dass sich eure Erlösung naht." Wenn das kein Grund ist auch in solch schrecklicher Zeit den Herrn zu loben und zu preisen, dann brauchst Du wahrlich Errettung! Erhebe doch Dein Haupt und blick einmal richtig hin: "Deine Erlösung naht!" Oh Preis und Dank bei diesem Gedanken nur könnte ich hüpfen und springen vor Freude!

Kommen wir zurück zu den Gefangenen im Gefängnis. Wie auch immer Deine Gefangenschaft, Dein Gefängnis aussieht, Du darfst nicht nur so still vor Dich hinbeten, in Trauer versunken sein. Nein, was Du brauchst ist ein Lobpreis, gerade wenn Du in der Gefangenschaft sitzt, ein Lobpreis, den alle hören, und ich meine alle! Als Paulus und Silas an den Punkt in ihrem Leben kamen, wo sie diesen Lobpreis herausschrien, so dass es alle Gefangenen hörten, hörte auch unser wunderbarer Herr! Unser wunderbarer Gott schickte nun nicht nur so ein kleines Beben, sondern ein großes Erdbeben!

Meine lieben Geschwister, wenn ihr in Euren Gemeinden plötzlich auch anfangt den Herrn so zu loben und zu preisen, dass es alle hören, hören müssen, wenn Ihr anfangt in der Gemeinde vor Freude zu springen, wie der gesund gewordene Lahme, dann wird auch Gott in Eure Gemeinde solch ein Erdbeben, solch ein gewaltiges Beben senden, dass die Türen jeder Gefangenschaft geöffnet werden.

Manchmal steht Dir Dein Verstand im Weg diese Dinge zu begreifen und auch für solche Dinge, die Dir vielleicht gerade nicht in den Kram passen, zu danken. Dann weißt Du nicht, wie Du dies anstellen sollst. Du findest nicht die rechten Worte. Den Gläubigen der Gemeinde heute ist es möglich nicht nur mit dem Verstand Gott zu loben und Ihn anzubeten, sondern auch im Geist anzubeten, welch Bereicherung und welch ein Vorrecht.

1.Korinther 14:14-16
Denn wenn ich in Zungen bete, so betet mein Geist; aber was ich im Sinn habe, bleibt ohne Frucht. Wie soll es denn nun sein? Ich will beten mit dem Geist und will auch beten mit dem Verstand; ich will Psalmen singen mit dem Geist und will auch Psalmen singen mit dem Verstand. Wenn du Gott lobst im Geist, wie soll der, der als Unkundiger dabeisteht, das Amen sagen auf dein Dankgebet, da er doch nicht weiß, was du sagst?

Paulus zeigt den Gläubigen, wenn wir den Text im Zusammenhang lesen, wie erbauend und förderlich das Reden im Geist, in neuen Zungen, für den einzelnen sein kann, aber er betont auch, dass in der Gemeinde die Zungenrede einer Auslegung bedarf, da sonst die Gemeinde nicht erbaut wird. Die Zungenrede ohne Auslegung ist jedoch eine wunderbare Gabe, die auch Paulus "mehr wie alle anderen" nutzt. Auch für Dich ist diese Gabe!

Wenn wir aber in unseren Gemeinden zusammenkommen, so ist es der Wille Gottes, dass wir uns verstehen, deshalb will der Herr keine Zungenrede ohne Auslegung in der Gemeinde und mit Auslegung auch nur drei. Gottes Wort will, dass wir gelehrt werden, ermahnt werden, Gott ein Lobopfer darbringen! Deshalb können wir lesen:

Kolosser 3:16
lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit; mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen.

Hebräer 13:15
So lasst uns nun durch ihn Gott allezeit das Lobopfer darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen.

Ich möchte zum Schluss dieser (ersten) Lektion über die Anbetung, über das Lob zu Gottes Ehre kommen. Die Bibel sagt, wenn wir Kolosser 3:16 und viele andere Stellen lesen, dass das Wichtigste in unserem Leben das Wort Gottes ist! Bei alledem, was wir über Anbetung und über Lobpreis sagen und lehren, dürfen wir niemals vergessen, dass überhaupt nichts das Wort Gottes ersetzen kann. Ich kenne viele Gemeinden, charismatische, pfingstliche und auch viele aus den traditionellen Kirchen, die der Anbetung oder dem, was sie Anbetung nennen, immer mehr, ja zuviel Gewicht und Beachtung geben. Es ist weder geistlich noch von Gott gewollt, der Anbetung den ersten Platz in der Gemeinde einzuräumen. Die Bibel sagt:

Apostelgeschichte 2:42
Sie blieben aber beständig in der Apostel Lehre und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.

Das wichtigste ist die Lehre der Apostel! Das wichtigste ist immer Gottes Wort! Alles andere muss sich danach einreihen. Wenn ich über Anbetung und Lobpreis spreche, so möchte ich dies immer wieder betonen: Hast Du nicht Gottes Wort, was ist dann der Grund Deiner Anbetung, Deines Lobpreises? Deine Gefühle? Deine Erfahrungen?

Nein und noch einmal nein, nur Gottes Wort und nichts anderes als Gottes Wort kann Anbetung und Lobpreis in unseren Herzen erzeugen, denn in Seinem Wort begegnet uns unser wunderbarer Herr! Mögen auch wir in immer größerem Maße das Wort von JESUS in unseren Herzen wohnen lassen! Wahrliche Gottesfurcht und ein in der Nachfolge JESU gelebtes Leben bewirkt nur das Wort Gottes, welches in uns seine Wohnung haben muss. Wir müssen Gottes Wort in unser Herz aufnehmen und dort als einen Schatz bewahren, es annehmen, glauben und so ermöglichen, dass es in uns wirken kann. Gottes Wort kann nicht nur ab und zu "zu Besuch kommen", es muss bleibend in uns "wohnen". Dann wird unser Herz überfließen und wir werden unserem Gott zur Ehre und in großer unendlicher Dankbarkeit anbeten Ihn ehren und unseren Lobpreis bringen, so dass sich selbst die Dämonen fürchten werden.

"Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit; mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen." und "lasst uns nun durch IHN (JESUS) Gott allezeit das Lobopfer darbringen, das ist die Frucht der Lippen (also das gesprochene Wort), die seinen Namen bekennen." "Ich will den HERRN loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein. Meine Seele soll sich rühmen des HERRN, dass es die Elenden hören und sich freuen. Preiset mit mir den HERRN und lasst uns miteinander seinen Namen erhöhen!"

AMEN! Gott segne Euch!
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